Sportgemeinschaft Platjenwerbe e.V.

29.12.2019 / Presse

Auf der Zielgeraden ...

SGP hat Firma für Bau ihres Multifunktionsplatzes gefunden – Arbeiten sollen im März beginnen

 

Osterholzer Kreisblatt - 28.12.2019

Brigitte Lange

 

Gute Nachrichten für die SG Platjenwerbe

Susanne Struckhoff hat einen Wunsch fürs neue Jahr. „Dass wir erstmals unser Familiensportfest hier in Platjenwerbe feiern können“, sagt die Vorsitzende der Sportgemeinschaft (SG) Platjenwerbe. „Aber das ist der Griff nach den Sternen“, räumt sie ein. Denn dafür müsste das bis dato unter dem Begriff „Multifunktionsplatz“ laufende Bauvorhaben des Vereins realisiert sein. Und dafür konnten sie lange keine Baufirma finden. Kühn ist Struckhoffs Wunsch inzwischen allerdings nur noch wegen des Datums: „Die Firma hat gesagt, dass sie vor den Sommerferien fertig sein will.“ Die Ferien beginnen 2020 am 16. Juli. Und das Fest findet vom 29. Juni bis zum 2. Juli statt.

Es ist wahrscheinlich die Nachricht des Jahres 2019 für Platjenwerbes Sportler: Die Bremer Firma Grönloof hat den Auftrag, den Naturrasenplatz, die Laufbahn sowie die Weitsprung- und die Kugelstoßanlage in Platjenwerbe zu bauen, angenommen. Tatsächlich sind es zwei Aufträge, die allerdings zeitgleich ausgeschrieben wurden und gemeinsam umgesetzt werden sollen. Denn für den Naturrasenplatz ist der Verein Ansprechpartner. Für alles, was mit Leichtathletik zu tun hat, ist es die Gemeinde Ritterhude. „Die Firma Grönloof war früher ganz stark im Sportstättenbau vertreten“, berichtet Struckhoff. Als die Kommunen ihre Investitionen in dem Bereich stark zurückfuhren, habe sich die Firma umorientieren müssen. Mit den neuen Fördertöpfen für Sportanlagen sei das alte Fachwissen der Firma Grönloof wieder gefragt.

Bis zur Auftragsvergabe ist es ein langer, holperiger Weg gewesen. Mehr als 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden habe das Bauteam des Vereins – bestehend aus Karin Schröder, Andreas Schmidt, Axel Flender und ihr selbst – in das Projekt investiert, berichtet Struckhoff. Nachdem die SG Platjenwerbe Ende November 2015 die Grünfläche und einen Teil des bereits vorhandenen Kunststoffplatzes hinter der Kindertagesstätte und dem Feuerwehrhaus an der Schulstraße ins Visier genommen hatte, um dort den besagten kleinen Multifunktionsplatz zu bauen, sahen sie sich einem Hindernis nach dem anderen gegenüber. Zunächst verfolgten die Sportler das Ziel, ihren Teil des Projektes unabhängig von der Gemeinde zu vergeben. Die musste nämlich die Laufbahn in Platjenwerbe wieder in Schuss bringen, nachdem sie sie zuvor in eine Baustraße umgewandelt hatte. Aber das Spielfeld-Vorhaben war zu klein, zu unattraktiv für die im Sportstättenbau aktiven Firmen. „Wir wussten nicht mehr, was wir m achen sollten. Wir hatten die Fördermittel vom Land in Höhe von 42 000 Euro bewilligt bekommen, hatten selbst bereits 20 000 Euro für die Planungen ausgegeben und die Gemeinde hatte Geld in den Haushalt eingestellt.“ Aber ohne Firma nutzte das alles nichts. Besonders ärgerlich für den Verein: Die für Planer, Bodengutachten, Schallschutzgutachten und Baugenehmigung ausgegebenen 20 000 Euro wären futsch gewesen. „Die hätten wir nicht erstattet bekommen“, so Struckhoff. 

Für die SG Platjenwerbe fast ein Déjà vu: Als der Verein die Suche nach einer geeigneten Fläche für seine

 

Sportler gestartet hatte, war er zunächst auf eine Wiese gegenüber vom Sportsdom gestoßen. Bis zu einem Bürgerbegehren war die Hoffnung groß gewesen, dort die Sportanlage zu realisieren. 5000 Euro hatte die SG Platjenwerbe daher bereits in die Vorplanung investiert. Aber das Bürgerbegehren stoppt das Projekt. Das Geld war weg.

Bedenken von Anliegern

Nun verfielen Verein und Gemeinde daher auf die Idee, den Naturrasenplatz und die Leichtathletik-Anlagen quasi als ein Vorhaben auszuschreiben. Auf die Weise sollte der Auftrag größer und attraktiver für Baufirmen werden. Die Idee hat gezündet. Im März 2020 sollen die Arbeiten beginnen.

Es gab noch mehr Hürden, die der Verein nehmen musste. So habe 2016 ein Anlieger-Einspruch die Gemeinde erreicht, berichtet Susanne Struckhoff. Der Einspruch hinterfragte, ob an dieser zentralen Stelle in Platjenwerbe überhaupt eine Sportanlage betrieben werden dürfe. Selbst die Nutzung des dort bereits vorhandenen Kunststoffplatzes wurde infrage gestellt. Um das zu klären, war Expertenwissen gefordert: „Wir mussten drei Schallschutzgutachten in Auftrag geben“, berichtet Struckhoff. Mit dem ersten sollte geklärt werden, ob an dem Standort grundsätzlich Sport betrieben werden darf. Das Gutachten fiel zugunsten des Vereins aus. „Es hieß, da sei noch viel Luft nach oben“, bemerkt Struckhoff. Dann wurde ein Gutachten für die geplante Sportanlage benötigt. Wieder habe es grünes Licht für den Verein gegeben. Das dritte Gutachten wurde benötigt, weil Anwohner meinten, die Messpunkte für das zweite Gutachten seien falsch gewählt worden. Aber auch das dritte Ergebnis fiel zugunsten des Projekts aus. Kurz: „Alle wurden positiv für uns beschieden“, sagt Struckhoff. Weitere Bedenken wurden bezüglich der Höhe des Lärmschutzwalls, der die Anwohner vor dem Treiben auf der Anlage schützen soll, laut. Aber auch in dieser Hinsicht gibt die Vorsitzende Entwarnung: „Wir sind auf die Bedürfnisse der Anwohner eingegangen und haben einen Kompromiss gefunden.“

Der Jubel über die erfolgreiche Auftragsvergabe sei jedoch etwas verhalten ausgefallen, berichtet Struckhoff:  „Ganz viele, denen ich erzählt habe, dass wir nun bauen können, haben gesagt: ‚Na, warten wir erst mal ab.‘“

Das dritte Gutachten wurde benötigt, weil Anwohner meinten, die Messpunkte für das zweite Gutachten seien falsch gewählt worden. Aber auch das dritte Ergebnis fiel zugunsten des Projekts aus. Kurz: „Alle wurden positiv für uns beschieden“, sagt Struckhoff. Weitere Bedenken wurden bezüglich der Höhe des Lärmschutzwalls, der die Anwohner vor dem Treiben auf der Anlage schützen soll, laut. Aber auch in dieser Hinsicht gibt die Vorsitzende Entwarnung: „Wir sind auf die Bedürfnisse der Anwohner eingegangen und haben einen Kompromiss gefunden.“

Der Jubel über die erfolgreiche Auftragsvergabe sei jedoch etwas verhalten ausgefallen, berichtet Struckhoff:  „Ganz viele, denen ich erzählt habe, dass wir nun bauen können, haben gesagt: ‚Na, warten wir erst mal ab.‘“

 

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7-Meilen Sieg aus dem Windschatten

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